Comprehensive reading plan (365 days) | Elberfeder bibel 1905 | Tag 329
30 November 2020
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Tag 328 Tag 329Tag 330

1.Korinther kapitel 10

1
Denn ich will nicht, daß ihr unkundig seid, Brüder, daß unsere Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgegangen sind,
2
und alle auf Moses getauft wurden in der Wolke und in dem Meere,
3
und alle dieselbe geistliche Speise aßen,
4
und alle denselben geistlichen Trank tranken; denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, welcher nachfolgte. (Der Fels aber war der Christus.)
5
An den meisten derselben aber hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie sind in der Wüste hingestreckt worden.
6
Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns (W. von uns) geschehen, (O. sind Vorbilder von uns geworden) daß wir nicht nach bösen Dingen gelüsten, gleichwie auch jene gelüsteten.
7
Werdet auch nicht Götzendiener, gleichwie etliche von ihnen, wie geschrieben steht: "Das Volk setzte sich nieder, zu essen und zu trinken, und sie standen auf, zu spielen." (2. Mose 32,6)
8
Auch laßt uns nicht Hurerei treiben, gleichwie etliche von ihnen Hurerei trieben, und es fielen an einem Tage dreiundzwanzigtausend.
9
Laßt uns auch den Christus nicht versuchen, gleichwie etliche von ihnen ihn versuchten und von den Schlangen umgebracht wurden.
10
Murret auch nicht, gleichwie etliche von ihnen murrten und von dem Verderber umgebracht wurden.
11
Alle diese Dinge aber widerfuhren jenen als Vorbilder und sind geschrieben worden zu unserer Ermahnung, auf welche das Ende (Eig. die Enden) der Zeitalter gekommen ist.
12
Daher, wer zu stehen sich dünkt, sehe zu, daß er nicht falle.
13
Keine Versuchung hat euch ergriffen, als nur eine menschliche; Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so daß (O. damit) ihr sie ertragen könnt.
14
Darum meine Geliebten, fliehet den Götzendienst.
15
Ich rede als zu Verständigen; beurteilet ihr, was ich sage.
16
Der Kelch der Segnung, den wir segnen, ist er nicht die Gemeinschaft des Blutes des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht die Gemeinschaft des Leibes des Christus?
17
Denn ein Brot, ein Leib sind wir, die Vielen, denn wir alle sind des einen Brotes teilhaftig.
18
Sehet auf Israel (W. den Israel) nach dem Fleische. Sind nicht die, welche die Schlachtopfer essen, in Gemeinschaft mit dem Altar? (Eig. Genossen des Altars)
19
Was sage ich nun? Daß das einem Götzen Geopferte etwas sei? Oder daß ein Götzenbild etwas sei?
20
Sondern daß das, was die Nationen opfern, sie den Dämonen opfern und nicht Gott. Ich will aber nicht, daß ihr Gemeinschaft habt mit den (Eig. daß ihr Genossen seid der) Dämonen.
21
Ihr könnt nicht des Herrn Kelch trinken und der Dämonen Kelch; ihr könnt nicht des Herrn Tisches teilhaftig sein und des Dämonentisches.
22
Oder reizen wir den Herrn zur Eifersucht? (Vergl. 5. Mose 32,16. 21.) Sind wir etwa stärker als er?
23
Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist nützlich; alles ist erlaubt, aber nicht alles erbaut.
24
Niemand suche das Seine, sondern das des anderen.
25
Alles, was auf dem Fleischmarkte verkauft wird, esset, ohne zu untersuchen um des Gewissens willen.
26
Denn "die Erde ist des Herrn und ihre Fülle". (Ps. 24,1)
27
Wenn aber jemand von den Ungläubigen euch einladet, und ihr wollt hingehen, so esset alles, was euch vorgesetzt wird, ohne zu untersuchen um des Gewissens willen.
28
Wenn aber jemand zu euch sagt: Dies ist als Opfer dargebracht (O. einem Gott geopfert) worden, so esset nicht, um jenes willen, der es anzeigt, und um des Gewissens willen,
29
des Gewissens aber, sage ich, nicht deines eigenen, sondern desjenigen des anderen; denn warum wird meine Freiheit von einem anderen Gewissen beurteilt?
30
Wenn ich mit Danksagung teilhabe, warum werde ich gelästert über das, wofür ich danksage?
31
Ob ihr nun esset oder trinket oder irgend etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes.
32
Seid ohne Anstoß, sowohl Juden als Griechen, und der Versammlung Gottes;
33
gleichwie auch ich mich in allen Dingen allen gefällig mache, indem ich nicht meinen Vorteil suche, sondern den der Vielen, auf daß sie errettet werden.

1.Korinther kapitel 11

1
Seid meine Nachahmer, gleichwie auch ich Christi.
2
Ich lobe euch aber, daß ihr in allem meiner eingedenk seid und die Überlieferungen, (O. Unterweisungen) wie ich sie euch überliefert habe, festhaltet.
3
Ich will aber, daß ihr wisset, daß der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, des Weibes Haupt aber der Mann, des Christus Haupt aber Gott.
4
Jeder Mann, der betet oder weissagt, indem er etwas auf dem Haupte hat, entehrt sein Haupt.
5
Jedes Weib aber, das betet oder weissagt mit unbedecktem Haupte, entehrt ihr Haupt; denn es ist ein und dasselbe, wie die, welche geschoren ist.
6
Denn wenn ein Weib nicht bedeckt ist, so werde ihr auch das Haar abgeschnitten; wenn es aber für ein Weib schändlich ist, daß ihr das Haar abgeschnitten oder sie geschoren werde, so laß sie sich bedecken.
7
Denn der Mann freilich soll nicht das Haupt bedecken, da er Gottes Bild und Herrlichkeit ist; das Weib aber ist des Mannes Herrlichkeit.
8
Denn der Mann ist nicht vom Weibe, sondern das Weib vom Manne;
9
denn der Mann wurde auch nicht um des Weibes willen geschaffen, sondern das Weib um des Mannes willen.
10
Darum soll das Weib eine Macht (d. h. ein Zeichen der Macht oder Gewalt, unter welcher sie steht) auf dem Haupte haben, um der Engel willen.
11
Dennoch ist weder das Weib ohne den Mann, noch der Mann ohne das Weib im Herrn.
12
Denn gleichwie das Weib vom Manne ist, also ist auch der Mann durch das Weib; alles aber von Gott.
13
Urteilet bei euch selbst: Ist es anständig, daß ein Weib unbedeckt zu Gott bete?
14
Oder lehrt euch nicht auch selbst die Natur, daß, wenn ein Mann langes Haar hat, es eine Unehre für ihn ist?
15
wenn aber ein Weib langes Haar hat, es eine Ehre für sie ist? weil das Haar ihr anstatt eines Schleiers gegeben ist.
16
Wenn es aber jemanden gut dünkt, streitsüchtig zu sein, so haben wir solche Gewohnheit nicht, noch die Versammlungen Gottes.
17
Indem ich aber dieses (d. h. das was folgt) vorschreibe, lobe ich nicht, (Vergl. v 2) daß (O. weil) ihr nicht zum Besseren, sondern zum Schlechteren zusammenkommet.
18
Denn fürs erste, wenn ihr als (Eig. in) Versammlung zusammenkommet, höre ich, es seien Spaltungen unter euch, und zum Teil glaube ich es.
19
Denn es müssen auch Parteiungen unter euch sein, auf daß die Bewährten unter euch offenbar werden.
20
Wenn ihr nun an einem Orte zusammenkommet, so ist das nicht des Herrn Mahl essen.
21
Denn ein jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, und der eine ist hungrig, der andere ist trunken.
22
Habt ihr denn nicht Häuser, um zu essen und zu trinken? oder verachtet ihr die Versammlung Gottes und beschämet die, welche nichts (O. keine) haben? Was soll ich euch sagen? soll ich euch loben? In diesem lobe ich nicht.
23
Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, daß der Herr Jesus in der Nacht, in welcher er überliefert wurde, Brot nahm,
24
und als er gedankt hatte, es brach und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch ist; dies tut zu meinem Gedächtnis.
25
Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahle und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blute; dies tut, so oft ihr trinket, zu meinem Gedächtnis.
26
Denn so oft ihr dieses Brot esset und den Kelch trinket, verkündiget ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
27
Wer also irgend das Brot ißt oder den Kelch des Herrn trinkt unwürdiglich, wird des (O. hinsichtlich des; an dem) Leibes und Blutes des Herrn schuldig sein.
28
Ein jeder (W. Ein Mensch) aber prüfe sich selbst, und also esse er von dem Brote und trinke von dem Kelche.
29
Denn wer unwürdiglich ißt und trinkt, (Eig. Denn der Esser und Trinker) ißt und trinkt sich selbst Gericht, indem er den Leib nicht unterscheidet.
30
Deshalb sind viele unter euch schwach und krank, und ein gut Teil entschlafen.
31
Aber wenn wir uns selbst beurteilten, (O. unterschieden; wie v 29) so würden wir nicht gerichtet.
32
Wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir vom Herrn gezüchtigt, auf daß wir nicht mit der Welt verurteilt werden.
33
Daher, meine Brüder, wenn ihr zusammenkommet, um zu essen, so wartet aufeinander.
34
Wenn jemanden hungert, der esse daheim, auf daß ihr nicht zum Gericht zusammenkommet. Das übrige aber will ich anordnen, sobald ich komme.

1.Korinther kapitel 12

1
Was aber die geistlichen Offenbarungen betrifft, Brüder, so will ich nicht, daß ihr unkundig seid.
2
Ihr wisset, daß ihr, als ihr von den Nationen waret, zu den stummen Götzenbildern hingeführt wurdet, wie ihr irgend geleitet wurdet.
3
Deshalb tue ich euch kund, daß niemand, im (d. h. in der Kraft des) Geiste Gottes redend, sagt: Fluch über Jesum! und niemand sagen kann: Herr Jesus! als nur im (d. h. in der Kraft des) Heiligen Geiste.
4
Es sind aber Verschiedenheiten von Gnadengaben, aber derselbe Geist;
5
und es sind Verschiedenheiten von Diensten, und derselbe Herr;
6
und es sind Verschiedenheiten von Wirkungen, aber derselbe Gott, der alles in allen wirkt.
7
Einem jeden aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben.
8
Denn einem wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber das Wort der Erkenntnis nach demselben Geiste;
9
einem anderen aber Glauben in (d. h. in der Kraft des) demselben Geiste, einem anderen aber Gnadengaben der Heilungen in (d. h. in der Kraft des) demselben Geiste,
10
einem anderen aber Wunderwirkungen, einem anderen aber Prophezeiung, (O. Weissagung; so auch später) einem anderen aber Unterscheidungen der Geister; einem anderen aber Arten von Sprachen, (O. Zungen; so auch Vers 28 und 30) einem anderen aber Auslegung der Sprachen. (O. Zungen; so auch Vers 28 und 30)
11
Alles dieses aber wirkt ein und derselbe Geist, einem jeden insbesondere austeilend, wie er will.
12
Denn gleichwie der Leib einer ist und viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich viele, ein Leib sind: also auch der Christus.
13
Denn auch in (d. h. in der Kraft des) einem Geiste sind wir alle zu einem Leibe getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geiste getränkt worden.
14
Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.
15
Wenn der Fuß spräche: Weil ich nicht Hand bin, so bin ich nicht von dem Leibe; ist er deswegen nicht von dem Leibe? (O. so ist er (es) nicht deswegen kein Teil von dem Leibe)
16
Und wenn das Ohr spräche: Weil ich nicht Auge bin, so bin ich nicht von dem Leibe; ist es deswegen nicht von dem Leibe? (O. so ist er (es) nicht deswegen kein Teil von dem Leibe)
17
Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo wäre das Gehör? wenn ganz Gehör, wo der Geruch?
18
Nun aber hat Gott die Glieder gesetzt, jedes einzelne von ihnen an dem Leibe, wie es ihm gefallen hat.
19
Wenn aber alle ein Glied wären, wo wäre der Leib?
20
Nun aber sind der Glieder zwar viele, der Leib aber ist einer. (O. zwar viele Glieder, aber ein Leib)
21
Das Auge kann nicht zu der Hand sagen: Ich bedarf deiner nicht; oder wiederum das Haupt zu den Füßen: Ich bedarf euer nicht;
22
sondern vielmehr die Glieder des Leibes, die schwächer zu sein scheinen, sind notwendig;
23
und die uns die unehrbareren des Leibes zu sein dünken, diese umgeben wir mit reichlicherer Ehre; und unsere nichtanständigen haben desto reichlichere Wohlanständigkeit;
24
unsere wohlanständigen aber bedürfen es nicht. Aber Gott hat den Leib zusammengefügt, indem er dem Mangelhafteren reichlichere Ehre gegeben hat,
25
auf daß keine Spaltung in dem Leibe sei, sondern die Glieder dieselbe Sorge füreinander haben möchten.
26
Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; oder wenn ein Glied verherrlicht wird, so freuen sich alle Glieder mit.
27
Ihr aber seid der Leib Christi, und Glieder insonderheit.
28
Und Gott hat etliche in der Versammlung gesetzt: erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, sodann Wunderkräfte, sodann Gnadengaben der Heilungen, Hülfeleistungen, Regierungen, Arten von Sprachen.
29
Sind etwa alle Apostel? alle Propheten? alle Lehrer? haben alle Wunderkräfte?
30
haben alle Gnadengaben der Heilungen? reden alle in Sprachen? legen alle aus?
31
Eifert aber um die größeren Gnadengaben; und einen noch weit vortrefflicheren Weg zeige ich euch.

Tagesvers

Kolosser 2:6-7Wie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen habt, so wandelt in ihm, gewurzelt und auferbaut in ihm und befestigt (W. auferbaut werdend… befestigt werdend) in dem Glauben, so wie ihr gelehrt worden seid, überströmend in demselben mit Danksagung.